Corvina

Corvina

Corvina – typisch italienisch

Die rote Rebsorte stammt aus Italien. Synonyme sind Corba, Corbina, Corgnola, Corniola, Corvina, Corvina Comune, Corvina Gentile, Corvina Nostrana, Corvina Reale, Cruina und Cruina Zervei de Gatto. Eine erste Erwähnung unter „Corvina“ erfolgte im Jahre 1627, unter dem heute gebräuchlichen Namen „Corvina Veronese“ im Jahre 1755. Sie darf trotz scheinbar darauf hinweisender Synonyme bzw. morphologischer Ähnlichkeiten nicht mit den Sorten Corbina, Corva oder (mglw. verwandten) Corvinone verwechselt werden. Gemäß DNA-Analysen gibt es eine Eltern-Nachkommen-Beziehung zu den beiden Sorten Refosco dal Peduncolo Rosso und Rondinella, sowie etwas entferntere Beziehungen zu den Sorten Dindarella, Garganega, Marzemino und Oseleta.

Die mittel bis spät reifende Rebe ist widerstandsfähig gegen Frost, jedoch anfällig für Falschen Mehltau und empfindlich gegen Dürre. Sie erbringt farbkräftige, fruchtige und eher tanninarme Rotweine mit charakteristischem Sauerkirschen-Aroma. Sie wird vor allem im Nordosten Italiens in den beiden Regionen Lombardei und Venetienangebaut. Dort ist sie unter anderem in den DOC/DOCG-Weinen Bardolino, Garda und Valpolicella zugelassen. Die Trauben sind besonders für das Verfahren Recioto (Trocknen) geeignet, dies wird beim Amarone genutzt. Die Sorte belegte im Jahre 2010 insgesamt 7.496 Hektar Rebfläche. Gegenüber 1990 mit damals 4.791 Hektar gab es eine Steigerung um mehr als Hälfte. Sie belegt damit im weltweiten Rebsortenranking den Rang 89.

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012